Während in London sportliche Wettbewerbe ausgetragen wurden, dominierte in den Räumen von Edelman in Berlin der Wettbewerb um die besten und kreativsten Ideen. Nicht nur die hohen Temperaturen, auch die Suche nach passenden Aufhängern, ungewöhnlichen Locations und spannenden Gästen trieben den Mitarbeitern dabei die Schweißperlen auf die Stirn.
Aber für was oder wen legten sich die Mitarbeiter so ins Zeug? Antwort: Für behinderte Menschen. Oder heißt es „Menschen mit Behinderung“? Denken wir da nicht alle gleich an Menschen, die „an den Rollstuhl gefesselt sind“ oder „tapfer ihr Schicksal meistern“? Und da sind wir auch schon beim Thema. Edelman Berlin hat es sich im Rahmen des Summer of Service zum Ziel gemacht, den Launch von Leidmedien.de zu unterstützen. Die Plattform will Journalistinnen und Journalisten und auch sonst jeden in der Gesellschaft für die Berichterstattung über Behinderung sowie den allgemeinen sprachlichen Umgang mit Menschen mit Behinderung sensibilisieren. Ein Bewusstsein schaffen für die Verwendung von Sprache und vermeiden, dass Menschen auf ihre Behinderung reduziert werden – das sind die Ziele von Leidmedien.de. Hinter dem Projekt stehen die Journalistinnen Rebecca Maskos und Lilian Masuhr, der Gründer der Sozialhelden Raul Krauthausen und der Pressesprecher der Sozialhelden Andi Weiland.
Wie also Aufmerksamkeit schaffen für den Launch der Plattform? Vor dem Hintergrund der Paralympics 2012 sollte durch ein Stakeholder-Event die Webseite bei Journalisten und Vertretern aller gesellschaftlicher Bereiche bekannt gemacht werden. Nach der Vorstellung der Webpage sollte das gemeinsame Public Viewing einen Rahmen bieten für persönliche Gespräche und einen informellen Austausch in lockerer Atmosphäre. Vor diesem Hintergrund hat Edelman Berlin einen Konzeptentwurf angefertigt sowie relevante politische Verteiler erstellt und dieses Material den Machern von Leidmedien.de zur Verfügung gestellt. Für den Presseangang wurden zudem ein Anschreiben, E-Cards sowie ein umfangreicher Presse-Verteiler erstellt. All dies bot den nötigen Rahmen, um für den Launch von Leidmedien.de und für zukünftige Events die nötige mediale, politische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit zu schaffen.
Und was hat unser Engagement bei uns bewirkt? „Mit Sprache umzugehen und präzise zu verwenden ist bei Edelman Teil meiner täglichen Arbeit“, so Katrin Schwede, die an der Erstellung des Event-Konzepts beteiligt war. „Dennoch war auch mir die Herabsetzung von Menschen mit Behinderungen durch geläufige Floskeln nicht wirklich bewusst. Hier hat sich seit unserem Engagement im Rahmen des Edelman Summer of Service auch bei mir einiges getan.“
Von Anne Huning, Edelman Berlin
